„Gesicht wahren“ – Eine Ausstellung / Eröffnung am 11. März 2017

„Gesicht wahren“ – Eine Ausstellung des Bündnisses „Mitmenschlich in Thüringen“ mit Fotografien von Michael Döhler

ERÖFFNUNG
Samstag, 11. März 2017, 18 Uhr, Franz Mehlhose, Löberstraße 12, 99084 Erfurt 

PROGRAMM
Grußworte vom Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow u.a., mit musikalischem Rahmenprogramm von Sarmad Abdulmajid (Albak) u.a.

WARUM MITMENSCHLICH?
„Mitmenschlich in Thüringen“ ist ein Bündnis für ein Thüringen der Demokratie, der Vielfalt und Mitmenschlichkeit. Die Bündnispartner*innen teilen die Überzeugung, dass nur eine demokratisch verfasste Gesellschaft, in der die Menschenrechte geschützt und verteidigt werden, lebenswert und zukunftsfähig ist. Mehr dazu finden Sie auf unserer Internetseite: www.mitmenschlich-in-thueringen.de.

WARUM EINE AUSSTELLUNG?
Flucht hat viele Gesichter. Menschen, die wir nicht kennen, können wir nicht verstehen. Das gilt besonders, wenn wir verschiedene Sprachen sprechen und unterschiedliche kulturelle Hintergründe haben. Die Ausstellung gibt Menschen aus verschiedenen Ländern und mit ganz unterschiedlichen Geschichten ein Gesicht und eine Stimme. Die Bilder laden Sie ein, weiter zu forschen, die Menschen in Ihrer Umgebung kennenzulernen und die Perspektive zu wechseln.

INTERESSE?
Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. Wenn Sie Interesse haben, sie bei Ihnen vor Ort zu zeigen, können Sie gern per E-Mail an die Adresse ausstellung@mitmenschlich-in-thueringen.de mit der Ausstellungskoordination Kontakt aufnehmen. Die Nutzung ist kostenfrei.

WEITERE INFOS
… zur Ausstellung selbst sowie zu ihrer Eröffnung und den Terminen in Thüringen finden Sie auf unserer Internetseite www.mitmenschlich-in-thueringen.de.

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“Saving Face” – An exhibition by Bündnis „Mitmenschlich in Thüringen“ with photographs by Michael Döhler

EXHIBITION OPENING
Saturday, 11.03.2017, 6 pm, “Franz Mehlhose”, Löberstraße 12, 99084 Erfurt

PROGRAMME
Welcome address by Bodo Ramelow, Minister-President of Thuringia, Music performances by Sarmad Abdulmajid (Albak)

WHY “MITMENSCHLICH”
“Mitmenschlich in Thüringen” is an alliance for democracy, diversity and humanity in Thuringia. The partners within this alliance share the belief that only the protection and defense of human rights make a democratic society worth living and sustainable. For further information, visit our homepage: www.mitmenschlich-in-thueringen.de.

WHY AN EXHIBITION?
Flight and escape from conflict areas has many faces. We cannot understand people who we haven’t met or tried to get know. This is particularly true if we speak different languages and have different cultural origins. The exhibition gives voice and visibility to humans from different countries and the various stories of their lives. The photographs invite you to explore further, to meet the people in your own area and regions in order to try on or change perspectives.

INTERESTED?
The exhibition is conceptualised as a travelling exhibition. If you are interested to show this exhibit at your own venue, please hesitate to contact us via e-mail ausstellung@mitmenschlich-in-thueringen.de. There is no rental fee for this exhibition.

FURTHER INFORMATIONS
on the exhibition opening and exhibition dates in Thuringia visit our website www.mitmenschlich-in-thueringen.de.

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الحفاظ على ماء الوجه
معرض بتنظيم من بوندنيز “ميتمينشليش ان تورينغين“ يعرض صور من ميشايل دولر

افتتاح المعرض بتاريخ 2017.03.11 عند الساعة السادسة مساءا
العنوان:
Franz Mehlhose, Löberstraße 12, 99084 Erfurt
الدعوة عامة و الدخول مجاني
البرنامج:
كلمة ترحيب من بودو راميلو و اشخاص آخرين مع موسيقى:
Sarmad Abdulmajid (Albak),

ماهي بوندنيز “ميتمينشليش ان تورينغين“ ؟
هي عبارة عن ائتلاف للديمقراطية و التنوع و الانسانية في مدينة تورينغن. ان الشركاء في الائتلاف على قناعة ان المجتمع القائم على حماية و الدفاع عن حقوق الانسان مجتمع يستحق ان يعيش المرء فيه و قادر على مجابهة المستقبل.
لمزيد من المعلومات يرجى زيارة موقعنا على الانترنت: www.mitmenschlich-in-thueringen.de.

ما سبب تنظيم المعرض؟
ان للهروب اوجه متعددة. و الشخص الذي لا نعرفه نجهله. الامر الذي يمكن ملاحظته عندما نتكلم لغات مختلفه و ننتمي الى ثقافات متعددة. فالمعرض يعبر بالصور عن شخصيات هؤلاء باختلاف جنسايتهم و قصصهم. فالصور تدعوكم للبحث و التعرف على اناس من محيطك و تغيير وجهة نظر.

هل لديك اهتمام؟
تم تصميم المعرض ليكون معرض متنقل. ان كنت مهتما بعرض المعرض في منطقتك دون دفع اية رسوم الرجاء التواصل معنا على البريد الالكتروني التالي:
ausstellung@mitmenschlich-in-thueringen.de

مزيد من المعلومات حول افتتاح المعرض و مواعيده في مدينة تورينغن تجدونها على الموقع التالي:
www.mitmenschlich-in-thueringen.de

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#mitmenschlich #ausstellung #gesichtwahren

Veröffentlicht am Mo, 02/27/2017 - 11:15

MOSCHEEBAU IST EINE BEREICHERUNG UND EIN ZEICHEN FÜR WELTOFFENHEIT UND TOLERANZ

Pressemitteilung des Bündnisses

Der geplante Bau der Moschee für die Ahmaydiyya-Gemeinde in Erfurt-Marbach ist eine Bereicherung für die religiöse Landschaft in Thüringen. Das unterstreicht das Bündnis „Mitmenschlich in Thüringen“. Das Bündnis unterstützt das Anliegen der muslimischen Gemeinde, ein eigenes Gotteshaus zu errichten. Das Grundgesetz garantiert die Religionsfreiheit in Artikel 4, Absatz 1 und 2. Dort heißt es: „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“ Diese Religionsfreiheit muss nach Ansicht des Bündnisses entschieden gegen alle islamophoben Argumentationen verteidigt werden. Das Bündnis hatte schon in seinem Gründungsaufruf dazu ermutigt, „populistischen, rechtsextremen, antisemitischen, islamophoben, antizganistischen, homophoben und anderen menschenfeindlichen Parolen, also jeder Art von Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit zu widersprechen und entgegenzutreten.

Weltoffenheit und Mitmenschlichkeit müssen jeden Tag neu gelebt werden, unterstreicht das Bündnis. Gerade in der aktuellen Debatte um den Moscheebau sei es notwendig, sich von jenen zu distanzieren, denen das Bauprojekt als Vorwand dient, ihre islamfeindlichen Parolen zu verbreiten.

Der Bau einer Moschee in Erfurt ist für das Bündnis ein deutliches Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz in Thüringen – Ziele, die das Bündnis seit seiner Gründung im vergangenen Jahr entschieden vertritt. Für das Bündnis ist es eine Selbstverständlichkeit, dass jede Religionsgemeinschaft das Recht auf einen eigenen Raum zum Beten hat. Außerdem verweist das Bündnis darauf, dass die Glaubensgemeinschaft der Ahmadiyya den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts hat. Ausdrücklich distanziert sich die Ahmadiyya-Gemeinde von jeder Gewalt. Das Motto der Ahmadiyya-Bewegung betont deren Friedfertigkeit und lautet: „Liebe für alle – Hass für keinen“. Imam Saeed Ahmad Arif hatte das auch in seiner eindrucksvollen Rede bei der Großkundgebung des Bündnisses am 9. November vergangenen Jahres unterstrichen.

Positiv wertet das Bündnis auch die Offenheit und Transparenz, mit der die muslimische Gemeinde das Projekt in Erfurt-Marbach betreibt und ermuntert die Gemeinde, auf diesem Weg der offenen Informationspolitik fortzufahren, um den Menschen das Projekt zu erklären und möglichen Sorgen frühzeitig entgegenzutreten.

Das Bündnis begrüßt ausdrücklich, die positiven Stellungnahmen der katholischen und evangelischen Kirche sowie der Jüdischen Landesgemeinde zum Moscheebau. Die evangelische Landesbischöfin Ilse Junkermann hatte den Moscheebau ebenso wie der Islambeauftragte des Erfurter Bistums, Hubertus Staudacher begrüßt. Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde, Reinhard Schramm, hat die Hoffnung, dass mit dem Moscheebau die „gute Zusammenarbeit zwischen den Religionsgemeinschaften in Thüringen noch weiter vertieft werden kann.“

Zum Bündnis „Mitmenschlich in Thüringen“ gehören unter anderem Vertreterinnen und Vertreter von Sozialverbänden, Arbeitgebern, Gewerkschaften, evangelischer und katholischer Kirche, jüdischer Landesgemeinde und muslimischer Gemeinde, Linke, Grüne, SPD, Landes- und Kommunalpolitiker, Bürgerbündnisse, die Konferenz Thüringer Studierendenschaften, die Landesschülervertretung, der Landessportbund, der Landesfeuerwehrverband und der Landesjugendring.

Veröffentlicht am Di, 05/17/2016 - 14:05

Pressemitteilung: „Bündnis Mitmenschlich in Thüringen“ bei Privataudienz mit Papst Franziskus

Das „Bündnis Mitmenschlich in Thüringen“ wird auf Einladung des Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, dessen flüchtlingspolitische Reise in den Vatikanstaat und die Privataudienz bei seiner Heiligkeit Papst Franziskus vom 24.-26. Februar 2016 begleiten.

Sandro Witt, Sprecher und Initiator des Bündnisses Mitmenschlich in Thüringen sagt dazu: „Ich freue mich sehr, dass unser Bündnis von Papst Franziskus empfangen wird! Die Einladung in den Vatikan und der Empfang bei Franziskus sind eine besondere Würdigung der Arbeit des ganzen Bündnisses. Mitmenschlichkeit, Vielfältigkeit, Demokratie und die Verteidigung der Grundrechte sind unser Ziel. Unsere Kundgebung am 9. November 2015 mit mehreren Tausend Menschen vor der Kulisse des Erfurter Doms war ein wichtiges und notwendiges Zeichen der Gesellschaft in der Debatte um Flüchtlingspolitik und gegen die verbalen und tatsächlichen Brandstifter. Unser Bündnis wird auf der Grundlage des gemeinsamen Aufrufes, der mittlerweile von etwa 1.500 Menschen und einer Vielzahl von Organisationen aus der ganzen Breite der Gesellschaft unterzeichnet wurde, weiter arbeiten – dazu wird gegenwärtig ein Aktionsplan erarbeitet. Auch 2016 werden wir gemeinsam mit Kirchen und Glaubensgemeinschaften, Gewerkschaften und Wirtschaft, Parteien, Sozialverbänden und Flüchtlingsinitiativen in Thüringen Gesicht für Mitmenschlichkeit, Vielfalt und Demokratie zeigen.“

An der Delegationsreise des Ministerpräsidenten zum Thema Flüchtlingspolitik nehmen unter anderem mit Manuela Wenzel eine Vertreterin aus dem Bereich der Flüchtlingshilfe, mit Dr. Werner Henning der Landrat des Eichsfeldes sowie mit Paul Wellsow ein Vertreter des „Bündnisses Mitmenschlich in Thüringen“ teil.

Neben der Privataudienz bei Papst Franziskus am 25. Februar 2016 wird es eine Reihe von Gesprächen zur Flüchtlingspolitik mit verschiedenen Organisationen geben, unter anderem mit dem Flüchtlingsrat Italiens und in einem von Jesuiten geleiteten Flüchtglinszentrum in Rom.

Mehr Informationen zum „Bündnis Mitmenschlich in Thüringen“ und dem gemeinsamem Aufruf unter www.mitmenschlich-in-thueringen.de

Veröffentlicht am Mo, 02/22/2016 - 20:21

„Machen wir den 9. November 2015 in Erfurt und Thüringen zu einem Tag der Mitmenschlichkeit“

„Machen wir den 9. November 2015 in Erfurt und Thüringen zu einem Tag der Mitmenschlichkeit“. Dazu ruft die evangelische Landesbischöfin Ilse Junkermann gemeinsam mit den Initiatoren des Bündnisses „Mitmenschlich in Thüringen“ auf. „Sagen wir Nein zu Forderungen nach Stacheldraht und neuen Mauern. Sagen wir Nein, wenn Schutzsuchende heute bedroht werden“, appelliert Junkermann an die Thüringerinnen und Thüringer, an diesem Tag ein deutliches Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz in Thüringen zu setzen.

„Wir wollen mit der Großveranstaltung am 9. November ein deutliches Zeichen setzen gegen rechtsextreme und menscheinfeindliche Parolen, gegen geistige und tatsächliche Brandstiftungen“, so der Sprecher des Bündnisses, Sandro Witt, stellv. Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen. „Wir appellieren an die Thüringerinnen und Thüringer, an diesem Tag durch ihre Teilnahme ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und für die Integration von Menschen zu setzen, die in Deutschland und Thüringen Schutz suchen,“ so Witt. Der politischen Kälte, die in den vergangenen Wochen öfter von Erfurt ausgegangen ist, soll an diesem Tag ein „Zeichen der menschlichen Wärme“ entgegengesetzt werden, so Witt.

Bewusst hat sich das Bündnis für den 9. November entschieden, um dieses Zeichen zu setzen. „Am 9. November 1938 wurden Menschen bedroht, geschlagen, ermordet, weil ein wütender Mob der Meinung war, sie gehörten nicht in unser Land. Am 9. November 1989 wurde eine Mauer überwunden, die Leid und Gewalt über unzählige Menschen gebracht hat. Deshalb: Sagen wir Nein zu Forderungen nach Stacheldraht und neuen Mauern! Sagen wir Nein, wenn Schutzsuchende heute bedroht werden“, so Landesbischöfin Junkermann.

Der Leiter des katholischen Büros, Winfried Weinrich, ruft zur Teilnahme auf, weil man der Not der Geflüchteten nicht mit menschenfeindlichen Parolen, Hass oder Gewalt begegnet werden kann. Bischof Dr. Neymeyr werde mit seiner Anwesenheit und einem kurzen Redebeitrag dieses Anliegen unterstreichen.

Für Stefan Fauth, den Geschäftsführer des Verbandes der Wirtschaft Thüringens, ist es wichtig, dass die Kundgebung auch zeigen soll, „dass das Bild von Thüringen, das die Demonstrationen mit der AfD verbreitet, ein falsches ist. Thüringen und seine Menschen sind mitmenschlich und tolerant.“

Für Stefan Werner, den stellv. Direktor der PARITÄTISCHEN BuntStiftung, ist es wichtig, dass „dieser Abend der großen Mehrheit in Thüringen, die für Vielfalt, Mitmenschlichkeit und Toleranz steht, eine Stimme gibt.“ Die Großveranstaltung auf dem Erfurter Domplatz sieht Werner als Auftakt für eine Bündnisarbeit, „die die Ideen und Anliegen des Bündnisses anschließend in die Fläche Thüringens tragen soll und dort Räume des Gesprächs schaffen soll“.

Redebeiträge und Musik regionaler Künstler wechseln sich in dem Programm ab. Los geht es ab 17 Uhr mit einem musikalischen Vorprogramm durch Hannes Kinder und Band. Die Hauptveranstaltung beginnt um 18 Uhr. Dazu werden die TeilnehmerInnen in vier Sprachen begrüßt. Anschließend wird in fünf kurzen Redeblöcken das Anliegen des Bündnisses dargestellt. Dabei wird die gesamte Bandbreite derer deutlich, die sich zum Bündnis zusammengeschlossen haben. Mittlerweile haben fast 1000 Thüringerinnen und Thüringer den Aufruf unterzeichnet. Dazu gehören Vertreterinnen und Vertreter von Sozialverbänden, Arbeitgebern, Gewerkschaften, evangelischer und katholischer Kirche, jüdischer Landesgemeinde und muslimischer Gemeinde, Linke Grüne, SPD, Landes- und Kommunalpolitiker, Bürgerbündnisse, die Konferenz Thüringer Studierendenschaften, die Landesschülervertretung, der Landessportbund, der Landesfeuerwehrverband und der Landesjugendring.

Den Auftakt zu den jeweils fünfminütigen Redeblöcken machen die Religionsgemeinschaften. Es sprechen: Prof. Dr. Reinhard Schramm (Vorsitzender JüdischeLandesgemeinde Thüringen) , Propst Diethard Kamm (Evangelische Kirche Mitteldeutschland), Bischof Dr. Ulrich Neymeyr (Katholisches Bistum Erfurt), Imam Said Arif (Imam der Ahmadiyya Muslim Jamaat KdöR)

In einem zweiten Block kommen Geflüchtete und ehrenamtliche HelferInnen zu Wort. Es sprechen Salma Alarja (Geflüchtete aus Syrien) sowie Carola Hettstedt und Susanne Zwiebler vom Family Club Erfurt

Im dritten Rednerblock kommen Akteure der Zivilgesellschaft zu Wort: Reinhard Müller, der Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege spricht für die in der LIGA zusammengeschlossenen Verbände AWo, Diakonie, Caritas, PARITÄTISCHER, Deutsches Rotes Kreuz und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Romy Arnold spricht für die Thüringer Bündnisse, Initiativen und Netzwerke gegen Rechts).

Die Sozialpartner teilen sich den vierten Rednerblock. Es reden Sandro Witt (Stellv. Vorsitzender des DGB-Bezirk Hessen-Thüringen) und Stephan Fauth (Geschäftsführer des Verband der Wirtschaft Thüringen)

Im abschließenden fünften Rednerblock sprechen die beiden höchsten politischen Repräsentanten Thüringens: Ministerpräsident Bodo Ramelow und der Präsident des Thüringer Landtages, Christian Carius

Zwischen den einzelnen Rednerblöcken gibt es kurze musikalische Zwischenspiele von Jürgen Kerth sowie der Music Academy. Zum Abschluss der Veranstaltung spielt die Nerly Big Band feat. Jürgen Kerth.

 

Hier einige der im Text zitierten Stellungnahmen im vollen Wortlaut:

Landesbischöfin Ilse Junkermann:

Am 9. November 1938 wurden Menschen bedroht, geschlagen, ermordet, weil ein wütender Mob der Meinung war, sie gehörten nicht in unser Land.

Am 9. November 1989 wurde eine Mauer überwunden, die Leid und Gewalt über unzählige Menschen gebracht hat.

Deshalb: Sagen wir Nein zu Forderungen nach Stacheldraht und neuen Mauern! Sagen wir Nein, wenn Schutzsuchende heute bedroht werden!

Machen wir den 9. November 2015 in Erfurt und Thüringen zu einem Tag der Mitmenschlichkeit!

 

Winfried Weinrich, Leiter des Katholischen Büros:

Die biblische Botschaft, auf der das christliche Menschenbild gründet, verpflichtet zu einem menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen. Der Not dieser Menschen darf nicht mit menschenfeindlichen Parolen, Hass oder Gewalt begegnet werden. Ist der Mensch an Leib und Leben bedroht, hat er Anspruch auf Schutz. Ich hoffe, dass auch die Veranstaltung am 9. November auf dem Erfurter Domplatz dazu beiträgt, Mitmenschlichkeit und Mitgefühl zu stärken. Bischof Dr. Neymeyr wird mit seiner Anwesenheit und mit einem kurzen Redebeitrag diese Anliegen unterstreichen. Das gemeinsame Auftreten der Vertreter der Kirchen, der jüdischen Landesgemeinde und der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde für ein mitmenschliches Thüringen am 9. November ist ein Zeichen praktischer Ökumene und interreligiöser Verständigung.

 

Stefan Fauth, Geschäftsführer des Verbandes der Wirtschaft Thüringens:

Es ist eine Kundgebung für Mitmenschlichkeit und es ist eine Kundgebung für die Menschen die bei uns bleiben werden. Diese Menschen hier zu integrieren ist eine große Aufgabe für uns alle und die Wirtschaft stellt sich dieser Aufgabe. Die Kundgebung soll auch zeigen, dass das Bild von Thüringen, das die Demonstrationen mit der AfD verbreitet ein falsches ist. Thüringen und seine Menschen sind mitmenschlich und tolerant.

 

Stefan Werner, stellv. Direktor der PARITÄTISCHEN BuntStiftung:

In den Sozialverbänden haben Tausende von Ehrenamtlern in den vergangenen Wochen mit ihrer Hilfe für die Geflüchteten Mitmenschlichkeit gezeigt. Wichtig ist jetzt, dass auch die soziale Integration der Geflüchteten gelingt. Die Großveranstaltung auf dem Erfurter Domplatz ist der Auftakt für eine Bündnisarbeit, die die Ideen und Anliegen des Bündnisses anschließend in die Fläche Thüringens tragen soll und dort Räume des Gesprächs schaffen soll. Denn wir nehmen die Sorgen und Verunsicherungen der Menschen ernst und wollen uns ihnen stellen. Dabei ist es uns wichtig, dass mit geeigneten Maßnahmen verhindert wird, dass Verteilungsneid entsteht und gesellschaftlich benachteiligte Gruppen gegeneinander ausgespielt werden.“

Veröffentlicht am Fr, 11/06/2015 - 22:33

+++ Update: Es wird Zeit in Thüringen ein deutliches Zeichen zu setzen! +++

Ein Zeichen gegen rechtsextreme und menschenfeindliche Parolen, gegen geistige und tatsächliche Brandstiftungen.
Wer gegen Geflüchtete hetzt oder gar Gewalt anwendet, der verlässt den Konsens unseres Grundgesetzes und muss mit dem deutlichen Widerspruch und dem entschlossenen und friedlichen Widerstand aller Demokratinnen und Demokraten in Thüringen rechnen.

Ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und für die Integration von Menschen, die in Deutschland und Thüringen Schutz suchen.

Und es ist Zeit, all jenen Menschen Danke zu sagen, die sich engagiert für Geflüchtete und für Demokratie, Vielfalt, Meinungsfreiheit und eine offene Gesellschaft einsetzen.

Im Wissen um die besondere Verantwortung aus der deutschen Geschichte und aus den Geschehnissen des 9. November 1938 heraus, an dem antisemitische Pogrome zeigten, wie sich menschenfeindliche Hetze in Gewalt und Morde grausam wandeln können, rufen wir auf,

am 9. November 2015 in Erfurt auf dem Domplatz gemeinsam ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Mitmenschlichkeit in Thüringen zu setzen.

 

Der musikalische Auftakt startet ab 17:00 Uhr - richtig los geht es um 18:00 Uhr.

Den musikalischen Rahmen bilden Nerly Big Band feat. Blueslegende Jürgen Kerth, Hannes Kinder & Band feat. Anger 77, Music Academy Erfurt (Mario Krügerke & Senta Kober) und Weitere.

Es sprechen u.a.: Prof. Dr. Reinhard Schramm (Jüdisches Landesgemeinde Thüringen) / Propst Diethard Kamm (Evangelische Kirche Mitteldeutschland) / Bischof Dr. Ulrich Neymeyr (Katholisches Bistum Erfurt) / Imam Said Arif / (Imam der Ahmadiyya Muslim Jamaat KdöR) / Romy Arnold (Thüringer Bündnisse, Initiativen und Netzwerke gegen Rechts) / Reinhard Müller (Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V.) / Salma Alarja (Geflüchtete aus Syrien) / Sandro Witt (Stellv. Vorsitzender des DGB-Bezirk Hessen-Thüringen) / Stephan Fauth (Geschäftsführer des Verband der Wirtschaft Thüringen) / Christian Carius (Präsident des Thüringer Landtages) / Bodo Ramelow (Ministerpräsident des Freistaates Thüringen).

 

Kommen Sie Alle am Montagabend  auf den Erfurter Domplatz!

 

Weitere Infos gibt es unter: www.mitmenschlich-in-thueringen.de

Facebook-Seite an: www.facebook.de/mitmenschlich

Facebook-Veranstaltung:  https://www.facebook.com/events/521605181349877

Auf Twitter sind wir hier zu finden: www.twitter.com/thmitmenschlich

Unser Hashtag für die Kommentierungen am 9. November in den Sozialen Netzwerken ist #mitmenschlich

 

Weitere Unterstützung  & Spenden:

Neben dem großen Engagement vieler MitstreiterInnen geht es nicht ohne finanzielle Unterstützung. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns mit einer ‪Spende unterstützen könntet. Jeder noch so kleine Betrag ist willkommen. Vielen Dank!

 

SPENDEN-KONTO

Empfänger: Bündnis für Mitmenschlichkeit

IBAN: DE88 8205 1000 0163 0842 62

BIC: HELADEF1WEM

 

Sie können selbst jederzeit unseren Aufruf unterzeichnen:

http://mitmenschlich-in-thueringen.de/unterstuetzer

 

Bitte leiten Sie diese Nachricht an Ihre Freunde und Bekannte weiter. Wir sehen uns am Montag, den 9.11. ab 17:00 Uhr auf dem Erfurter Domplatz. #mitmenschlich

Veröffentlicht am Do, 11/05/2015 - 21:07

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